Jubelaufruf!

Der Prophet ruft zur Freude auf,und begründet dies jeweils. Seine Aufforderung ist eine Siegesproklamation, wienach dem Eintreffen der Meldung eines Sieges im Kampf. Seine Worte haben somitauch einen militärischen und politischen Kontext. Gott wird sich als Königbezeugen und wieder in seiner Stadt und in seinem Tempe thronen, nachdem eralle Feinde Israel besiegt und seine Stadt befreit hat. Jerusalem ist fürIsrael das Symbol der Herrschaft Gottes auf Erden und der sprechende Prophetein Evangelist, ein Freudenbote. Seine Worte erklingen in der Perserzeit, alssie niedergeschrieben worden, in einem Jerusalem, das noch immer von derZerstörung der Stadt gezeichnet ist, nachdem das Volk aus dem babylonischenExil befreit war.

In der Erfahrung der Gottesferne, die das Exil verursacht hatte, sind Zefanjas Worte ein Weckruf, der auf die Macht Gottes vertraut unddessen Königsherrschaft als in der Gegenwart wirksam beschreibt. DieAufforderungen zum Jubel sind wahrscheinlich nicht nur zum Lesenniedergeschrieben worden, sondern erklangen damals vielleicht ingottesdienstlichen Versammlungen. Es sind Worte, die Mut zusprechen, damit „die Hände nicht sinken“, sondern damit sich das Volk mit seinem Gott im Jubelvereint.

Diesmal leider ohne eigene Arbeitsübersetzung. Daher hier der Verweis zum Text auf den Bibleserver, wo sich verschiedenen Übersetzungen finden lassen:Zefanja 3,14-17

Autor des Blogs:

Promovierter katholischer Theologe, Exeget und Blogger, der in Jerusalem lebt und arbeitet.

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