Ich mache etwas Neues

Eine ausführliche Erklärung und Auslegung der kommenden alttestamentlichen Lesung (Jesaja 43,16-21) gibt es im neuen Bibelprojekt “In Principio” unter:https://www.in-principio.de/sonntags-lesungen/lesung/1.-Lesung-Jes-4316-21/ – hier ein kurzer Auszug aus der Auslegung:

Der Text beginnt, indem Gott gepriesen wird. Er ist es, der in der Vergangenheit Israel errettet hat. Dies gehört grundlegend zu seinem Wesen. Er ist der Gott Israels, der aufgrund seines Handelns in der Geschichte gepriesen wird. Und der Text endet mit dem Verweis auf eben diesen Lobpreis Gottes. Die erneute Rettung Israels und die Rückführung ins verheißene Land wird Israel zu einem Volke des Gotteslobs machen. Die ersten beiden Verse sind noch kein Gotteswort, sondern nur die Einleitung. Das heißt, dass hier bereits das Ziel der Verheißung Gottes erfüllt ist. In der Verkündigung des Gotteswortes lobpreist der Verkünder bereits Gott und blickt hoffnungsvoll in die Zukunft: der Hörer und die Leserin werden in diesen Lobpreis einstimmen.

Der einleitende Lobpreis und das angekündigte Rühmen der Taten Gottes sind jedoch auch zu unterscheiden. Denn Gott wird etwas „Neues“ erwirken, das zu einem neuen Lied führen wird. Neu wird nicht Gott sein, er ist in der Vergangenheit und in der Zukunft der Schöpfer, Retter und König Israels. Sondern das Neue ist das Tun Gottes, dass nun sein Volk endgültig als sein Volk aufrichtet, damit sie andauernd seinen Lobpreis singen und seinen Rum verkünden können. Gott verheißt seinem Volk eine Neuschöpfung.

Ich wünsche Ihnen und Euch einen gesegneten Sonntag!

Autor des Blogs:

Promovierter katholischer Theologe, Exeget und Blogger, der in Jerusalem lebt und arbeitet.